CMMS

Effizient, integriert, mobil – so modernisieren Versorgungsunternehmen ihr Anlagen- und Workforce-Management

25. Juni 2025 | Lesezeit 10 min.

Für Energieversorger ist die Instandhaltung ihrer Infrastruktur hochkomplex. Sie müssen Arbeitsaufträge, Einsatzplanung und Anlagenmanagement über mehrere Systeme hinweg koordinieren – oft parallel.

Doch viele der aktuell eingesetzten digitalen Instandhaltungssysteme werden diesen Anforderungen nicht mehr gerecht:

  •  Sie sind veraltet, schlecht miteinander vernetzt und in der Praxis schwer nutzbar – besonders für Techniker:innen.
  • Ihre Einführung ist teuer und langwierig.
  • Sie sind kompliziert in der Bedienung – Schulungen für das Team kosten Zeit und Nerven.

Was Versorgungsunternehmen heute brauchen, ist ein vollständig in SAP integrierter, mobiler und automatisierter Ansatz für alle zentralen Aufgabenbereiche: Workforce Management, Zählerverwaltung, GIS-Kartierung und Instandhaltung der Netzinfrastruktur. Genau hier setzt das osapiens HUB for Maintenance (CMMS) an.

In diesem Artikel zeigen wir, wie das osapiens CMMS alle Daten und Prozesse an einem Ort zusammenführt – und wie Energieversorger damit ihre bestehenden SAP-Systeme deutlich effektiver nutzen können.

Komplexe Infrastruktur smart managen: Herausforderungen für die Versorgungswirtschaft im digitalen Zeitalter

Versorgungsunternehmen betreiben hochkomplexe, weit verzweigte Infrastrukturnetze, die sich über Tausende von Kilometern erstrecken. Diese Netze umfassen kritische Betriebsmittel in den Bereichen Strom, Wasser und Gas – jede Sparte mit eigenen Anforderungen und Herausforderungen.

Im Strombereich reicht die Infrastruktur von Hochspannungsleitungen und Umspannwerken bis hin zu lokalen Verteiltransformatoren. Wasserbetriebe koordinieren Rohrleitungsnetze zwischen zentralen Aufbereitungsanlagen, Pumpstationen und Hausanschlüssen. Gasversorger betreiben Hochdruckleitungen, Übergabestationen, Druckregelanlagen und Netzanschlüsse – alle mit hohen Anforderungen an Steuerung, Sicherheit und Instandhaltung.

Diese Netze folgen einer klaren Hierarchie:

  • Strom: vom Übertragungsnetz bis zur Verteilung auf Nachbarschaftsebene
  • Wasser: von der Aufbereitung bis zur Versorgung der Endverbraucher
  • Gas: von Hochdruckleitungen bis zu lokalen Druckzonen

Die eingesetzten Assets sind geografisch verteilt und technisch vielfältig. In Stromnetzen zählen dazu etwa Schalter, Recloser und Kondensatoren; im Wasserbereich Ventile, Pumpen und Durchflussmesser; in der Gasversorgung wiederum Ventile, Regler und Zähler.

Die Komplexität steigt durch den Mix aus historischer Infrastruktur und neuen Technologien. Viele Versorger integrieren aktuell Smart-Grid-Komponenten, intelligente Messsysteme (AMI) und Fernüberwachung in bestehende Netze – ein anspruchsvoller Transformationsprozess.

Parallel dazu verschärfen sich die personellen Herausforderungen. Ein Großteil der heutigen Fachkräfte steht kurz vor dem Ruhestand: Laut einer Studie aus dem Jahr 2023 verfügen bereits 56 % der Beschäftigten über weniger als zehn Jahre Berufserfahrung. Der Verlust von Know-how ist absehbar.

Hinzu kommt der steigende Bedarf an neuen Qualifikationen: Die Modernisierung erfordert eine enge Verzahnung klassischer IT mit Operational Technology (OT) – inklusive IoT, Analytik und kundenorientierten Plattformen. Doch Personal mit den nötigen Kompetenzen zur Betreuung sowohl konventioneller als auch digitaler Systeme ist schwer zu finden.

Das Ergebnis ist ein hybrides Betriebsumfeld mit komplexen Anforderungen. Nur durch intelligente Instandhaltungsstrategien, vollständige Transparenz über den Anlagenbestand und integrierte Planungstools lassen sich Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance langfristig gewährleisten. Mit der richtigen Software können Versorgungsunternehmen diese Transformation erfolgreich gestalten.

Betriebliche Komplexität meistern: mit intelligenter Instandhaltung und effizientem Ressourcenmanagement

Die komplexen Herausforderungen in der Versorgungswirtschaft erfordern neue, effizientere Ansätze in der Instandhaltung. So unterstützt das osapiens CMMS:

Personalmanagement in der Instandhaltung

  • Intelligente Einsatzplanung und Disposition
    Automatische Zuweisung von Einsätzen basierend auf Standort, Qualifikation und Priorität. Sowohl geplante Instandhaltungen als auch dringende Störungen werden dynamisch priorisiert.
  • Mobiler Zugriff im Feld
    Techniker:innen erhalten in Echtzeit Zugriff auf Arbeitsaufträge, digitale Checklisten und Anlageninformationen – auch offline in abgelegenen Gebieten.
  • Qualifikationsbasierte Einsatzplanung
    Aufgaben werden gezielt mit passenden Qualifikationen abgeglichen – entscheidend bei sicherheitskritischen Arbeiten, z. B. für Hochspannungsarbeiten mit spezieller Zertifizierung. Das System verfolgt Ablaufdaten von Zertifikaten und verhindert den Einsatz unqualifizierter Kräfte.
  • Dynamische Teamkoordination
    Unterstützt sowohl feste Teams mit gleichbleibenden Mitgliedern als auch dynamische Teams, die je nach Aufgabenanforderung gebildet werden. Leitende Techniker:innen und verantwortliche Personen werden dabei klar identifiziert.

Zählermanagement

  • Komplette Lebenszyklusverfolgung der Zähler
    Verwaltung von Einbau, Austausch, Prüfung und Außerbetriebnahme klassischer und intelligenter Zähler – mit vollständiger Instandhaltungshistorie.
  • Integration mit Kundendaten
    Verbindung von Verbrauchsdaten in Echtzeit mit SAP IS-U für präzise Abrechnung und Kundenservice. Automatische Datenvalidierung inklusive.
  • Regelkonforme Dokumentation
    Automatisierte Prüf- und Inspektionsprotokolle zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen – mit integrierter Validierung, die sicherstellt, dass alle erforderlichen Felder ausgefüllt sind.
  • Terminplanung für Serviceeinsätze
    Exakte Terminvergabe für Zähler-Services mit frei konfigurierbaren Zeitfenstern und automatischer Ressourcenzuweisung nach Verfügbarkeit und Qualifikation.

Infrastruktur-Management und GIS-Integration

  • Standort- und Statusverfolgung von Assets
    Vollständige Übersicht über Transformatoren, Umspannwerke und Verteilnetze durch Integration von Geoinformationssystemen (GIS) und kartenbasierter Benutzeroberfläche.
  • Visuelle Schadens- und Störmeldungen
    Techniker:innen können Infrastrukturprobleme direkt im Feld erfassen – mit Geotags, Fotos und präzisen Standortdaten über mobile Geräte.
  • Sicherheitsinformationen für Einsätze
    Bereitstellung kritischer Informationen zu Geräteverbindungen, betroffenen Haushalten und Sicherheitsprotokollen – individuell für jeden Instandhaltungsauftrag.
  • Erweiterte geografische Einsatzplanung
    Unterstützung beim Zeichnen und Bearbeiten von geografischen Einsatzgebieten, die einzelnen Abteilungen zugewiesen sind – inklusive Kapazitätsplanung, um sicherzustellen, dass in allen Regionen entsprechend qualifiziertes Personal verfügbar ist.

Mobile Einsatzsteuerung

  • Umfassende mobile Arbeitsabläufe
    Techniker:innen im Außendienst können komplexe Aufgabenreihen mit intelligenten Formularen abarbeiten, die sich dynamisch an den Aufgabentyp und die zu wartende Anlage anpassen.
  • Offline-Funktionalität
    Auch bei schlechter oder fehlender Netzverbindung bleibt das System vollständig einsatzfähig. Daten werden automatisch synchronisiert, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist.
  • Bild- und Dokumentenmanagement
    Erfassung, Verschlagwortung und Organisation von Bildern zu Assets und erledigten Aufgaben – mit automatischer Zuordnung zum zugehörigen Auftrag oder Asset.
  • Zugriff auf technische Strukturen
    Mobiler Zugriff auf die komplette technische Struktur von Anlagen. Techniker:innen können so vor Ort durch die Gerätehierarchie navigieren und auf detaillierte Komponenteninformationen zugreifen.

Optimierte Routenplanung und Logistik

  • Dynamische Routenplanung
    Berechnung der effizientesten Routen zwischen Einsätzen – unter Berücksichtigung von Verkehrslage, Prioritätsstufe und benötigten Qualifikationen.
  • Materialkoordination
    Integration mit Lagerverwaltungssystemen ermöglicht Techniker:innen den Zugriff auf benötigte Ersatzteile und Geräte direkt über das System.
  • Zeitkritische Einsatzplanung
    Verwaltung von Aufgaben, die sich über mehrere Tage erstrecken – mit passender Zeitzuweisung und nahtlosen Übergaben zwischen Schichten.

Mit einer vollständig integrierten Instandhaltungslösung können Versorgungsunternehmen den Betrieb ihrer komplexen Infrastruktur grundlegend verändern – weg von reaktiven Reparaturen hin zu einer vorausschauenden Instandhaltung mit längerer Anlagenlebensdauer und höherer Zuverlässigkeit. Gleichzeitig wird die vollständige Dokumentation für regulatorische Anforderungen gewährleistet.

osapiens CMMS: Ihr Team vollständig vernetzt

Die cloudbasierte Instandhaltungsplattform von osapiens sorgt für echte Effizienz im Workforce Management von Versorgungsunternehmen. Durch nahtlose Integration in bestehende SAP-Systeme optimiert sie Instandhaltungsprozesse – einfach und zukunftssicher:

  • Zertifizierter SAP-Connector
    Dank des zertifizierten SAP-Connectors von osapiens ist die Integration sofort einsatzbereit – ohne individuelle Entwicklungsaufwände für jedes Unternehmen.
  • GIS-Integration
    Standortbezogene Informationen ermöglichen eine präzisere Planung und Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen.
  • Systemübergreifende Vernetzung
    osapiens CMMS verbindet Ihre Instandhaltungsprozesse mit externen Dienstleistern, Anlagenherstellern und Systemen zur Echtzeitüberwachung der Infrastruktur.

Im Gegensatz zu klassischer Software ist osapiens CMMS auf schnelle Implementierung ausgelegt – das senkt die Gesamtbetriebskosten deutlich und reduziert den Schulungsaufwand erheblich.

Wie das osapiens CMMS sich nahtlos in ERP-, GIS- und weitere Systeme integriert:

Viele Anbieter cloudbasierter Instandhaltungslösungen werben mit SAP-Kompatibilität – doch nur wenige bieten eine Integration, die so vollständig und tiefgreifend ist wie bei osapiens.

Mit über zehn Jahren Erfahrung in der SAP-Integration und einem zertifizierten SAP-Connector ermöglicht osapiens einen automatisierten, sicheren Datenaustausch zwischen dem osapiens HUB for Maintenance (CMMS) und SAP.

Das osapiens CMMS ist darauf ausgelegt, sämtliche zentralen Systeme rund um Instandhaltung und Zählermanagement zu integrieren – für eine einheitliche Plattform zur Planung, Durchführung, Dokumentation und Compliance. Dank tiefer SAP-Anbindung und offener Schnittstellen ermöglicht das System einen durchgängigen, systemübergreifenden Datenaustausch – intern wie extern.

SAP-Integration (PM, MM, CS, HCM, IS-U)

Über den zertifizierten Connector stellt osapiens einen sicheren, bidirektionalen Datenfluss mit den wichtigsten SAP-Modulen sicher:

  • SAP PM (Plant Maintenance): Erstellung, Terminierung, Ausführung und Statusrückmeldung von Arbeitsaufträgen
  • SAP MM (Materials Management): Planung von Ersatzteilen, Lagerreservierungen und Bestandsaktualisierungen
  • SAP HCM (Human Capital Management): Verfügbarkeiten, Schichtplanung und Qualifikationen von Techniker:innen
  • SAP IS-U (Industry Solution for Utilities): Zähler- und Kundendaten für Abrechnung, Serviceeinsätze und regulatorische Nachweise
  • SAP FI/CO (Finanzen & Controlling): Kosten, Budgets, internes Controlling und Berichte für regulatorische Zwecke

Durch die Integration erfolgen Aktualisierungen in Echtzeit, ohne manuelle Dateneingaben, mit einheitlicher Datenbasis über alle Systeme hinweg.

Zählermanagement und Zählerablesung

osapiens unterstützt den kompletten Lebenszyklus traditioneller und intelligenter Zähler durch folgende Integrationen:

  • Workflows für Einbau, Instandhaltung und Außerbetriebnahme
  • Einbindung von Zählerständen in SAP IS-U oder Drittsysteme
  • Automatische Validierung und Dokumentation von Zählerdaten
  • Planung und mobile Durchführung von Ableseterminen

GIS-Integration

Die Kombination von SAP-Daten mit GIS-Systemen ist für Versorger essenziell. osapiens bietet:

  • Echtzeit-Visualisierung von Assets: Integration mit Systemen wie ESRI und Smallworld GIS
  • Geotaggte Störmeldungen: Präzise Lokalisierung und mobile Erfassung von Schäden über das GIS
  • Raumanalysen für die Planung: Optimierung von Routen und Ressourceneinsatz anhand geografischer Daten

API für individuelle Integrationen

Neben Standardanbindungen stellt osapiens eine dokumentierte REST-API zur Verfügung – für maximale Flexibilität:

  • Individuelle Anbindungen an Speziallösungen der Versorgungswirtschaft
  • Integration von Plattformen zur Dienstleistersteuerung
  • Anbindung von Störfallmanagement- und Notfallsystemen
  • Echtzeit-Kommunikation mit Leitstellen für koordinierte Einsätze

Diese offene Architektur macht das osapiens CMMS zu einer zukunftssicheren Lösung für alle Versorger: kompatibel mit Bestandssystemen ebenso wie mit modernen Cloud-Umgebungen.

Geschäftlicher Mehrwert durch den Einsatz des osapiens CMMS

Der größte Return on Investment (ROI) entsteht nicht allein durch Digitalisierung, sondern durch die vollständige Integration einer modernen SaaS-Lösung in bestehende Systeme; und genau das beherrscht osapiens besser als jeder andere Anbieter.

Die Einführung von osapiens auf Basis Ihrer bestehenden SAP-Systeme bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Höhere Effizienz: Schnellere Bearbeitung von Arbeitsaufträgen, geringere Ausfallzeiten und optimierte Ressourcennutzung.
  • Kostenreduktion: Geringere Instandhaltungskosten durch vorausschauende Analysen, die Ausfälle verhindern, bevor sie auftreten.
  • Weniger Fehler: Vermeidung manueller Eingabefehler – z. B. durch unleserliche Handschrift oder falsch übertragene Ziffern.
  • Automatisierte Compliance und Dokumentation: Automatisierte Berichte für Audits und regulatorische Nachweispflichten – direkt über die osapiens Plattform.

Erfolgsgeschichte: Nordex

Als der Windkraftanlagenhersteller Nordex bessere Instandhaltungstools benötigte, entschied sich das Unternehmen für das osapiens CMMS. Die Lösung ließ sich reibungslos in die bestehende Systemlandschaft integrieren – und half Nordex dabei, den Papieraufwand zu verringern, Fehler zu reduzieren und die Instandhaltungsprozesse deutlich zu beschleunigen.

Für Techniker:innen, die an abgelegenen Windkraftanlagen arbeiten, bietet die mobile App alles, was sie brauchen: rechtzeitige Warnmeldungen bei Störungen, einfachen Zugriff auf Anleitungen und Ersatzteilinformationen sowie unkomplizierte Dokumentationsfunktionen. Das Ergebnis: schnellere Reparaturen und eine längere Laufzeit der Turbinen.

„Wir brauchten ein zuverlässiges System, das unsere Arbeit einfacher und effizienter macht“, sagt Alberto Erce, der bei Nordex für technologische Weiterentwicklungen verantwortlich ist. Mit allen relevanten Instandhaltungsinformationen an einem zentralen Ort kann Nordex heute schnell auf Probleme reagieren – und das nach einheitlichen Prozessen an all seinen internationalen Standorten. Die vollständige Erfolgsgeschichte von Nordex lesen Sie hier.

SAP-kompatibel. Zukunftsfähig. Effizient.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Cloud-Lösungen wird die reibungslose Systemintegration noch wichtiger. SAP selbst treibt die Migration seiner Kund:innen in die Cloud aktiv voran – die Zukunft besteht aus vernetzten Cloud-Systemen.

Für Versorgungsunternehmen heißt das: Die Wahl der Instandhaltungssoftware ist strategisch entscheidend. Nur wer auf eine Lösung setzt, die vollständig mit SAP und der bestehenden IT-Landschaft integrierbar ist, bleibt langfristig handlungsfähig.

Deshalb ist osapiens die beste und sicherste Wahl. Wir investieren kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Integrationsfähigkeit – abgestimmt auf SAPs Roadmap – und stellen sicher, dass unsere Kund:innen aus der Versorgungswirtschaft ihre Systeme dauerhaft vollständig und sicher verbinden können.

Testen Sie osapiens HUB for Maintenance (CMMS) jetzt kostenlos oder vereinbaren Sie eine Demo, um die Integration live zu erleben. Gemeinsam mit unseren Expert:innen analysieren Sie, welche Daten zwischen SAP und osapiens synchronisiert werden sollten – Schritt für Schritt, basierend auf einem strukturierten Fragebogen.