
Remi Morisot
3. April 2025 | Lesezeit 9 min.Inhaltsverzeichnis
- Das Thema kurz und kompakt
- EAM-System Definition: Was ist Enterprise Asset Management?
- Was sind die Hauptkomponenten eines EAM-Systems?
- Neue Technologien im Enterprise Asset Management
- Was ist der Unterschied zwischen CMMS und EAM?
- Wartungsstrategien im Enterprise Asset Management
- osapiens HUB: Ihr EAM-System mit SAP-Integration
- FAQ
Wie können Sie die Verfügbarkeit Ihrer kritischen Anlagen maximieren, Ausfallzeiten minimieren und gleichzeitig Kosten senken? Die Lösung liegt in einem EAM-System (Enterprise Asset Management System), das den gesamten Lebenszyklus physischer Assets strukturiert abbildet und Wartungsprozesse optimiert. Der globale EAM-Markt wächst rasant: Laut Grand View Research von 7,65 Milliarden USD (2024) auf 19,68 Milliarden USD bis 2030 – eine jährliche Wachstumsrate von 17,2 %. Das Ergebnis: höhere Anlagenverfügbarkeit, längere Nutzungsdauer und messbare Effizienzsteigerungen.
Das Thema kurz und kompakt
- Ganzheitliche Asset-Verwaltung: Ein Enterprise Asset Management System deckt den kompletten Lebenszyklus ab – von der Anschaffung über Betrieb und Wartung bis zur Stilllegung. Anders als reine Instandhaltungssoftware integriert es Finanzdaten, Asset-Performance-Analysen und strategische Planung.
- Proaktive Optimierung statt Reaktion: Moderne EAM-Software nutzt Echtzeitdaten, Predictive Analytics und automatisierte Workflows, um ungeplante Stillstände zu verhindern. Unternehmen reduzieren so Ausfallzeiten um bis zu 30 % und steigern die Produktivität ihrer Instandhaltungsteams signifikant.
- Integration mit Unternehmenssystemen: Enterprise Asset Management funktioniert nicht isoliert – die nahtlose Anbindung an ERP-Software wie SAP ermöglicht einen durchgängigen Datenaustausch zwischen Finanzbuchhaltung, Einkauf, Controlling und Wartungsmanagement.
- osapiens HUB for Maintenance als EAM-Lösung: Der osapiens HUB for Maintenance verbindet moderne CMMS-Funktionen mit umfassendem Asset Management und bietet SAP-zertifizierte Integration. Von mobiler Auftragsabwicklung bis zu vorausschauender Wartungsplanung – eine zentrale Plattform für maximale Effizienz in Ihrer Instandhaltung.
EAM-System Definition: Was ist Enterprise Asset Management?
Ein EAM-System (Enterprise Asset Management System) ist eine Softwarelösung zur ganzheitlichen Verwaltung physischer Vermögenswerte über ihren gesamten Lebenszyklus. Die Funktionen umfassen die systematische Planung, Beschaffung, Betrieb, Wartung und Stilllegung von Anlagen. Im Unterschied zu reinen Instandhaltungssystemen integriert Enterprise Asset Management Software auch strategische und finanzielle Aspekte der Asset-Verwaltung.

Enterprise Asset Management (EAM) verbindet Instandhaltungsmanagement mit Performance-Analysen und Finanzplanung. Der osapiens HUB für Maintenance erfasst alle Asset-Informationen in einem digitalen Asset Register und ermöglicht automatisierte Wartungsplanung. Durch SAP-Integration fließen Daten bidirektional zwischen ERP-Software und Wartungsmanagement.
Welche Vorteile bietet EAM-Software?
- Reduzierte Ausfallzeiten: Durch vorbeugende Instandhaltung und prädiktive Wartung senken Unternehmen ihre Ausfallzeiten um bis zu 30 %. Der osapiens HUB automatisiert Wartungspläne und sendet Echtzeit-Benachrichtigungen für fällige Inspektionen.
- Optimierte Kostenstruktur: EAM-Systeme machen versteckte Kosten transparent und identifizieren Einsparpotenziale. Im osapiens HUB erfassen Sie Arbeitszeiten, Materialkosten und externe Dienstleistungen direkt am Arbeitsauftrag – für präzise Kostenkontrolle.
- Verlängerte Lebensdauer: Regelmäßige Wartung erhöht die Nutzungsdauer Ihrer Assets. Mit dem Asset-Tracking-Modul im osapiens HUB behalten Sie den Überblick über Wartungsintervalle, Reparaturhistorien und Performance-Kennzahlen wie MTBF oder MTTR.
- Compliance und Dokumentation: Der osapiens HUB erstellt automatisch revisionssichere Nachweise und archiviert alle Dokumente, Prüfprotokolle und Zertifikate zentral am jeweiligen Asset.
- Datenbasierte Entscheidungen: Dashboards im osapiens HUB visualisieren zentrale KPIs wie Anlagenverfügbarkeit, Wartungskosten und Reaktionszeiten – für strategische Optimierung Ihrer Prozesse.
Was sind die Hauptkomponenten eines EAM-Systems?
Ein Enterprise Asset Management (EAM) System stellt eine zentrale Plattform mit Tools und Workflows bereit, um den gesamten Lebenszyklus von Assets effizient zu verwalten. Die wichtigsten Komponenten sind:

Asset-Registrierung und Verwaltung
Das EAM-System erstellt ein vollständiges Asset-Register mit allen relevanten Informationen: Asset-Details, Spezifikationen, Standort, Erwerbsdatum und Wartungshistorie. Unternehmen können Assets nach Typ, Standort oder Abteilung kategorisieren. Asset-Hierarchien bilden mehrere Verwaltungsebenen ab – von Maschinen über Komponenten bis zu Ersatzteilen.
Wartungsplanung und -terminierung
Nutzer planen Wartungsaufgaben, Inspektionen und vorbeugende Maßnahmen zeitbasiert, nutzungsabhängig oder zustandsorientiert. Das EAM-System optimiert Wartungspläne automatisch und reduziert ungeplante Stillstände. Für geplante Aufgaben erstellt das System Arbeitsaufträge und weist sie den zuständigen Technikern zu.
Auftragsmanagement
Arbeitsaufträge enthalten detaillierte Anweisungen, Checklisten und Dokumentationen zu Wartungsaufgaben. Techniker können Arbeitsaufträge über mobile Geräte oder Web-Oberflächen aufrufen, den Status aktualisieren, Befunde dokumentieren sowie Arbeitszeit, Materialien und Kosten erfassen. Das System versendet Benachrichtigungen und Erinnerungen, um eine fristgerechte Ausführung sicherzustellen.
Asset-Nachverfolgung und Überwachung
Das EAM-System ermöglicht die Echtzeitverfolgung von Assets, deren Bewegungen und Nutzung mithilfe von Technologien wie RFID, Barcode-Scanning oder GPS. Wichtige Leistungskennzahlen wie Stillstandszeiten, mittlere Zeit zwischen Ausfällen (MTBF) oder mittlere Reparaturzeit (MTTR) werden erfasst und überwacht. Die aus Sensoren und Assets gesammelten Daten können analysiert werden, um Muster zu erkennen, Fehler vorherzusagen und Wartungsstrategien zu optimieren.
Ersatzteil- und Bestandsmanagement
Das EAM-System hilft bei der Verwaltung des Ersatzteillagers, indem es Lagerbestände, Bestellpunkte und Lieferzeiten überwacht. Nutzer können Bestellungen für benötigte Ersatzteile generieren, Lieferantenbeziehungen verwalten und den Bestand sowie die Nutzung von Ersatzteilen nachverfolgen. Funktionen wie Barcode-Scanning oder RFID-Tagging erleichtern den Lagerverwaltungsprozess.
Asset-Rücknahme und Entsorgung
Das EAM-System unterstützt Unternehmen bei der Stilllegung und Entsorgung von Assets am Ende ihres Lebenszyklus. Es optimiert Prozesse wie die Außerbetriebnahme, Verwertung, Entsorgung oder Weitergabe von Assets. Zudem werden alle relevanten Dokumentationen und Nachweise, einschließlich der Einhaltung von Umweltvorschriften, systematisch verwaltet.
Berichterstattung und Analyse
Das EAM-System bietet Reporting- und Analysefunktionen, um Berichte über Asset-Performance, Wartungshistorie, Kosten und weitere Kennzahlen zu generieren. Anpassbare Dashboards und Visualisierungen helfen dabei, Asset-Daten zu analysieren, fundierte Entscheidungen zu treffen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Neue Technologien im Enterprise Asset Management
Technologische Innovationen haben eine Reihe neuer Funktionen für EAM-Systeme eingeführt, die erhebliche Vorteile für die Instandhaltung bieten:
- Mobile und Cloud-basierte Lösungen: Die rasante Entwicklung mobiler Endgeräte und Cloud-Technologien hat EAM-Systeme maßgeblich beeinflusst. Mobile Anwendungen ermöglichen es Technikern, Asset-Daten abzurufen, Arbeitsaufträge zu aktualisieren und Wartungsaufgaben direkt vor Ort durchzuführen – für mehr Effizienz und kürzere Reaktionszeiten. Cloud-basierte EAM-Lösungen bieten zudem maximale Flexibilität und Skalierbarkeit, indem sie den Bedarf an lokaler IT-Infrastruktur eliminieren und eine Echtzeit-Datensynchronisation ermöglichen.
- Integration des Internet of Things (IoT) : IoT-Technologie hat das Asset-Management revolutioniert, indem Echtzeit-Datenerfassung in EAM-Systeme integriert wurde. IoT-Sensoren überwachen kontinuierlich den Zustand von Assets und ermöglichen zustandsbasierte Wartung sowie prädiktive Analysen. Durch die Anbindung von Assets an das EAM-System können Unternehmen Leistungskennzahlen verfolgen, Anomalien erkennen und potenzielle Fehler frühzeitig beheben – für optimierte Wartungsstrategien und eine längere Asset-Lebensdauer.
- Prädiktive Wartung: Moderne EAM-Systeme nutzen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um große Mengen historischer und Echtzeit-Daten zu analysieren. Diese fortschrittlichen Analysefunktionen helfen dabei, Muster zu identifizieren, Asset-Ausfälle vorherzusagen und optimale Wartungsmaßnahmen abzuleiten. Prädiktive Wartung ermöglicht den Wechsel von reaktiven zu proaktiven Strategien – mit Vorteilen wie geringeren Wartungskosten, höherer Anlagenverfügbarkeit und gesteigerter betrieblicher Effizienz.
Was ist der Unterschied zwischen CMMS und EAM?
CMMS (Computerized Maintenance Management System) und EAM (Enterprise Asset Management) sind Softwarelösungen zur Verwaltung von Assets und Wartungsprozessen. Obwohl sie Gemeinsamkeiten haben, gibt es wesentliche Unterschiede:

| CMMS (Computerized Maintenance Management System) | EAM (Enterprise Asset Management) |
|---|---|
| Konzentriert sich hauptsächlich auf das Instandhaltungsmanagement und die Arbeitsauftragsabwicklung. | Umfasst einen breiteren Funktionsumfang, der über das reine Instandhaltungsmanagement hinausgeht. |
| Wird zur Verfolgung und Planung von Instandhaltungsaufgaben, Verwaltung von Arbeitsaufträgen sowie zur Führung von Bestands- und Anlagendaten genutzt. | Deckt den gesamten Lebenszyklus von Assets ab – von der Anschaffung und Inbetriebnahme über Betrieb und Wartung bis hin zur Stilllegung. |
| Beinhaltet Funktionen wie präventive Instandhaltungsplanung, Asset-Tracking, Bestandsmanagement und einfache Berichterstattung. | Enthält alle Wartungsmanagement-Funktionen eines CMMS, erweitert diese jedoch um zusätzliche Module wie Asset-Tracking, Asset-Performance-Analysen, Asset-Zustandsüberwachung, Garantieverwaltung, Ersatzteilmanagement, Finanzverwaltung und Integration mit anderen Unternehmenssystemen. |
| Wird in erster Linie von Wartungsteams und Technikern zur Optimierung täglicher Abläufe eingesetzt. | Wird von verschiedenen Stakeholdern genutzt, darunter Wartungsteams, Asset-Manager, Betriebsleiter, Finanzabteilungen und Führungskräfte, die strategische Asset-Entscheidungen treffen. |
Wartungsstrategien im Enterprise Asset Management
Eine effektive EAM-Software unterstützt verschiedene Wartungsstrategien, die je nach Asset-Typ, Kritikalität und Betriebsanforderungen zum Einsatz kommen. Die Wahl der richtigen Strategie beeinflusst direkt die Effizienz Ihrer Instandhaltung und die Verfügbarkeit Ihrer Anlagen.
| Strategie | Beschreibung | Einsatz im osapiens HUB |
|---|---|---|
| Reaktive Instandhaltung | Eingriff erst nach Ausfall, geeignet für unkritische Assets | Dokumentation ungeplanter Reparaturen mit vollständiger Kostenerfassung |
| Vorbeugende Wartung | Zeitbasierte oder nutzungsabhängige Intervalle | Automatisierte Wartungsplanung und Arbeitsauftragserstellung |
| Zustandsbasierte Wartung | Eingriff basierend auf Zustandsdaten aus Sensoren | Integration von IoT-Daten mit konfigurierbaren Schwellenwerten |
| Prädiktive Wartung | KI-gestützte Vorhersage von Ausfällen | Datenaufbereitung und Trend-Visualisierung für Asset-Performance |
Der osapiens HUB for Maintenance ermöglicht die flexible Kombination verschiedener Wartungsstrategien pro Asset-Klasse – für eine risikoadaptive Instandhaltung über Ihren gesamten Anlagenpark.
osapiens HUB: Ihr EAM-System mit SAP-Integration
Der osapiens HUB for Maintenance vereint moderne EAM-Software mit durchdachtem Anwenderkomfort. Als SAP-zertifizierte Lösung verbindet das System leistungsstarkes Asset Management mit nahtloser Integration in bestehende ERP-Software-Landschaften – ideal für Unternehmen, die ihre Instandhaltung digitalisieren und gleichzeitig ihre SAP-Investitionen optimal nutzen möchten.

Die Plattform deckt alle Kernfunktionen eines Enterprise Asset Management System ab: von der vollständigen Verwaltung Ihrer Anlagen im digitalen Asset Register über intelligente Wartungsplanung bis zur mobilen Auftragsabwicklung. Techniker erfassen Arbeitszeiten, Materialverbräuche und Befunde direkt vor Ort – die Daten synchronisieren sich automatisch mit SAP für durchgängige Prozesse zwischen Instandhaltung, Einkauf und Controlling.

Enterprise Asset Management mit dem osapiens HUB bedeutet: kürzere Ausfallzeiten, optimierte Kosten und längere Asset-Lebensdauer. Von der vorbeugenden Instandhaltung über prädiktive Wartung bis zu CMMS-Funktionen – eine zentrale Lösung für maximale Effizienz in Ihrer Anlagenwirtschaft.
FAQ
Was ist ein EAM-System?
Ein EAM-System (Enterprise Asset Management System) ist eine Software zur ganzheitlichen Verwaltung physischer Vermögenswerte über ihren kompletten Lebenszyklus – von Anschaffung über Betrieb und Wartung bis zur Stilllegung. Im Gegensatz zu reinen CMMS-Lösungen integriert ein EAM-System auch finanzielle und strategische Aspekte des Asset Managements.
Was bedeutet die Abkürzung EAM?
EAM steht für Enterprise Asset Management und bezeichnet die systematische Verwaltung aller physischen Anlagen eines Unternehmens. Der Begriff umfasst sowohl die strategische Planung als auch die operative Instandhaltung von Assets mit dem Ziel der Maximierung von Verfügbarkeit und Lebensdauer bei gleichzeitiger Kostenoptimierung.
Was ist eine EAM-Modellierung?
EAM-Modellierung bezeichnet die strukturierte Abbildung von Asset-Hierarchien, Wartungsprozessen und Abhängigkeiten in einem Enterprise Asset Management System. Sie definiert, wie Anlagen, Standorte, Komponenten und Wartungsstrategien im System organisiert werden – als Grundlage für effiziente Prozesse und aussagekräftige Analysen.
Welches EAM-System eignet sich für SAP-Umgebungen?
Der osapiens HUB for Maintenance ist als SAP-zertifiziertes EAM-System speziell für SAP-Umgebungen konzipiert. Die bidirektionale Integration mit SAP ERP ermöglicht nahtlosen Datenaustausch zwischen Instandhaltung, Controlling und Einkauf. Damit kombinieren Sie die Stärken moderner EAM-Software mit Ihrer bestehenden SAP-Infrastruktur.