
Florian Bartholomäus, osapiens Expert | 8. September 2026 | Lesezeit 13 min.
Die Abfülllinie steht, der Techniker sucht den Auftrag im E-Mail-Postfach, und das letzte Prüfprotokoll für den Gärtank liegt in einem Papierordner, den niemand findet. Fragmentierte Instandhaltungsprozesse kosten Brauereien nicht nur Zeit, sondern gefährden Chargenqualität und HACCP-Compliance. Der osapiens HUB for Maintenance schließt genau diese Lücke: vom Sudhaus bis zur Abfülllinie.




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Inhaltsverzeichnis
- Das Thema kurz und kompakt
- Brauerei-Instandhaltung 2026: Warum Excel nicht reicht
- Was ein CMMS für Brauereien leistet (und was nicht)
- Fünf Anlagenbereiche und ihre Wartungsanforderungen
- Regulatorik: HACCP, BetrSichV und IFS Food im Griff
- Experten-Tipp von osapiens
- Ersatzteilmanagement in der Brauerei
- SAP PM in der Brauerei: Bestandssystem behalten
- CMMS-Einführung in der Brauerei: Wo anfangen?
- FAQ: CMMS für Brauereien
Wer in einer Brauerei für die Instandhaltung verantwortlich ist, kennt die Situation: Die Abfülllinie steht, der Techniker sucht den Wartungsauftrag im E-Mail-Postfach, das Ersatzteil liegt irgendwo im Lager, und das letzte Prüfprotokoll für den Gärtank ist in einem Papierordner abgeheftet, den niemand findet. Fragmentierte Prozesse kosten in Brauereien nicht nur Zeit, sie gefährden Chargenqualität, HACCP-Compliance und letztlich die Anlagenverfügbarkeit an den Stellen, wo Stillstand am teuersten ist. Dieser Artikel zeigt, wie ein Maintenance Management System die Instandhaltung vom Sudhaus bis zur Abfülllinie strukturiert, ohne ein mehrmonatiges IT-Projekt daraus zu machen.
Das Thema kurz und kompakt
- Brauereien brauchen kein Brauerei-Spezialsystem: Eine branchenübergreifende CMMS-Plattform mit mobiler Nutzbarkeit und SAP-Integration deckt alle Anlagenbereiche einer Brauerei ab, von Sudhaus und Gärkeller bis zu Abfüllung und Kältetechnik, ohne Insellösung zu werden.
- Compliance-Dokumentation ist der stärkste Einführungsgrund: HACCP, BetrSichV und IFS Food verlangen lückenlose Wartungsnachweise. Ein CMMS erzeugt diese Dokumentation automatisch als Nebenprodukt des Arbeitsalltags, nicht als Zusatzaufwand.
- Die Abfüllanlage ist der richtige Pilotbereich: Als Engpass mit der höchsten Störanfälligkeit liefert ein CMMS-Pilot an der Abfüllung schnell sichtbare Ergebnisse und schafft intern Akzeptanz für den weiteren Rollout.
- Der osapiens HUB for Maintenance ist in 1–3 Wochen einsatzbereit (standalone) und lässt sich in 4–12 Wochen SAP-zertifiziert in bestehende SAP-PM-Umgebungen integrieren, ohne dediziertes IT-Projektteam.
Brauerei-Instandhaltung 2026: Warum Excel nicht reicht
Laut Statistischem Bundesamt gab es 2025 noch 1.415 Brauereien in Deutschland, ein Rückgang von 8,8 % seit 2019. Gleichzeitig sank der Bierabsatz innerhalb eines einzigen Jahres von 8,3 auf 7,8 Milliarden Liter. Der Konsolidierungsdruck ist real, und er trifft die Instandhaltung als einen der größten Kostenhebel im Betrieb besonders hart.
Wer unter diesem Druck weiter mit Excel-Wartungsplänen, WhatsApp-Störmeldungen und Papier-Checklisten arbeitet, verschenkt Effizienz an genau den Stellen, wo sie am teuersten ist. In mittelständischen Brauereien laufen Planung, Durchführung und Dokumentation von Instandhaltungsaufgaben häufig in verschiedenen, voneinander getrennten Systemen, was zu fehlendem Überblick, hohem Dokumentationsaufwand und Informationsverlust führt. Dazu kommt der Fachkräftemangel: Wenn ein erfahrener Braumeister oder Instandhaltungstechniker das Unternehmen verlässt, geht jahrzehntelanges Anlagenwissen mit ihm, sofern es nicht strukturiert dokumentiert ist.
Gleichzeitig steigen die Compliance-Anforderungen. Der Deutsche Brauer-Bund hat seinen Leitfaden zu Guter Hygienepraxis und HACCP in Brauereien aktualisiert. IFS-Food-Audits werden strenger, und die Dokumentationspflichten nach der VO (EG) Nr. 852/2004 gelten auch für handwerkliche Betriebe. Wer diese Nachweise nicht digital und lückenlos vorlegen kann, riskiert Abweichungen im Audit, im schlimmsten Fall einen Produktionsstopp. Die Instandhaltungskosten lassen sich nur dann wirklich steuern, wenn alle Daten an einem Ort zusammenlaufen.

Was ein CMMS für Brauereien leistet (und was nicht)
Bevor ein Instandhaltungsleiter in einer Brauerei die richtige Software auswählt, muss er drei Softwarekategorien klar voneinander abgrenzen, die im Markt häufig verwechselt werden:
| Softwarekategorie | Typische Funktionen | Instandhaltungsfunktionalität | Beispiel |
|---|---|---|---|
| CMMS | Arbeitsaufträge, Wartungsplanung, Ersatzteilmanagement, Dokumentation, Plantafel | Vollständig | osapiens HUB for Maintenance |
| Brewery Management Software | Rezepturverwaltung, Chargenplanung, Keg-Tracking, Vertrieb | Rudimentär (einfache Wartungslogs) | Ekos, Breww, BrewMan |
| Prozessleitsystem | Echtzeitsteuerung und -überwachung von Brauparametern (Temperatur, Druck, Gärstatus) | Keine | ProLeiT brewmaxx |
Ein CMMS ersetzt weder die Chargenplanung noch das Prozessleitsystem. Es ist das operative Herzstück der Instandhaltungsabteilung: Es verwaltet, wer welche Anlage wann wartet, welche Ersatzteile dafür benötigt werden, und erzeugt dabei automatisch die Dokumentation, die bei Audits vorgelegt werden muss. Die Wartungssoftware des osapiens HUB for Maintenance deckt genau diese Kernfunktionen ab, mobil nutzbar auf dem Shopfloor und, wo vorhanden, bidirektional mit SAP PM verbunden.
Ein wichtiger Unterschied zu Brauerei-Spezialsystemen: Der osapiens HUB for Maintenance ist keine Insellösung für eine einzige Branche. Braugruppen, die zu einem größeren Lebensmittel- oder Getränkekonzern gehören, brauchen ein System, das über die Brauerei hinaus skaliert, und genau das ist der Vorteil einer branchenübergreifenden Plattform mit nachgewiesener Getränkeindustrie-Expertise. Coca-Cola Nordamerika setzt den osapiens HUB for Maintenance in 35 Werken mit 1.500 Nutzern ein, ein Beleg dafür, dass die Plattform die Anforderungen der Getränkeindustrie in großem Maßstab erfüllt.
Brauerei-Instandhaltung digital: Wie sieht das in der Praxis aus?
Sehen Sie, wie der osapiens HUB for Maintenance Wartungsaufträge, HACCP-Dokumentation und Ersatzteilmanagement in einer Brauerei abbildet. In einer Live-Demo zeigen wir Ihnen konkret, was das für Ihre Abfülllinie und Ihren Gärkeller bedeutet.
Fünf Anlagenbereiche und ihre Wartungsanforderungen
Eine Brauerei ist keine klassische Fertigungslinie mit einem einzigen Anlagentyp. Sie kombiniert thermische Prozesse, biologische Prozesse, mechanische Hochgeschwindigkeitsanlagen und hygienekritische Systeme unter einem Dach. Jeder Bereich hat eigene Wartungszyklen, Qualifikationsanforderungen und Compliance-Bezüge. Ein CMMS muss diese Vielfalt in einer einheitlichen Anlagenstruktur abbilden können.
Sudhaus: Thermische Prozesse mit langen Stillstandskosten
Maischbottich, Läuterbottich, Sudpfanne und Whirlpool sind die Kernaggregate des Sudhauses. Wartungsarbeiten hier sind planbar, weil die Anlage zwischen zwei Suds ein natürliches Wartungsfenster bietet. Kritisch sind Dichtungen, Rührwerke, Pumpen und Wärmetauscher. Ein CMMS hinterlegt Wartungspläne für diese Aggregate, schlägt den nächsten Termin auf Basis von Betriebsstunden oder Kalenderintervallen vor und stellt sicher, dass Techniker die richtigen Checklisten auf ihrem Mobilgerät haben, bevor sie mit der Arbeit beginnen.
Gärkeller: Druckbehälter mit regulatorischer Pflicht
Gärtanks und Lagertanks sind Druckbehälter und unterliegen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Die Prüfintervalle werden im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt und müssen durch zugelassene Überwachungsstellen (TÜV, DEKRA) dokumentiert werden. Ein CMMS verwaltet diese Prüftermine, erinnert rechtzeitig vor Ablauf und speichert die Prüfberichte direkt an der Anlage. Damit ist die Dokumentation im Audit-Fall sofort abrufbar, ohne Papierordner durchsuchen zu müssen.
Abfüllung: Engpass mit höchster Störanfälligkeit
Füller, Verschließer, Etikettierer und Packer bilden die Abfülllinie, und sie ist in den meisten Brauereien der kritische Engpass. Hochgeschwindigkeitsmechanik bedeutet hohen Verschleiß, und ein ungeplanter Stillstand hier trifft direkt die Auslieferungsfähigkeit. Formatteile, Dichtungen und Transportelemente müssen nach Herstellervorgabe (Krones, KHS) getauscht werden. Der osapiens HUB for Maintenance erlaubt es, diese Wartungsaufträge mit dem Produktionskalender abzugleichen, damit Wartungsfenster nicht mit geplanten Abfüllschichten kollidieren.
CIP-Anlagen: Schnittstelle zwischen Produktion und Instandhaltung
CIP-Systeme (Cleaning in Place) werden von der Produktion nach jedem Sud genutzt und von der Instandhaltung selbst gewartet. Diese Doppelrolle wird in Standard-Content oft übersehen, ist aber ein zentraler Anwendungsfall für ein CMMS in Brauereien. Das Wartungs- und Inbetriebnahme-Validierungsprotokoll nach HACCP verlangt, dass nach jeder Wartung an einer hygienekritischen Anlage eine dokumentierte Freigabe erfolgt, inklusive Werkzeugkontrolle, Dichtheitsprüfung und Erstlauf. Diese Checklisten lassen sich im osapiens HUB for Maintenance digital hinterlegen und müssen vom Techniker vor Auftragsabschluss vollständig ausgefüllt werden.
Kältetechnik und Versorgungsmedien: Kritisch, aber unsichtbar
Kälteanlagen, Druckluftversorgung, Dampferzeuger und CO2-Rückgewinnung laufen im Hintergrund, aber ihr Ausfall trifft die gesamte Produktion. Eine Temperaturabweichung im Gärkeller durch einen Kältemaschinenausfall kann eine gesamte Charge kosten. Wartungspläne für diese Aggregate müssen genauso systematisch verwaltet werden wie für die sichtbaren Produktionsanlagen. Externe Dienstleister, die Kälteanlagen oder Druckluftanlagen warten, können im osapiens HUB for Maintenance als externe Auftragnehmer geführt werden, mit vollständiger Dokumentation auch für Fremdleistungen.

Regulatorik: HACCP, BetrSichV und IFS Food im Griff
Brauereien operieren in einem dichten regulatorischen Umfeld, das Wartungsdokumentation nicht als optionalen Zusatz, sondern als Betriebsvoraussetzung behandelt. HACCP ist laut SMC einer der Eckpfeiler von Managementsystemen für die Lebensmittelsicherheit weltweit. Die folgende Tabelle zeigt, welche Anforderungen für Brauereien relevant sind und wie ein CMMS konkret unterstützt:
| Norm / Vorschrift | Relevanz für Brauereien | CMMS-Unterstützung |
|---|---|---|
| HACCP (VO (EG) Nr. 852/2004) | Eigenkontrollen und HACCP-Dokumentation für alle Lebensmittelunternehmen verpflichtend | Digitale Freigabechecklisten nach Wartung, lückenloser Audit Trail |
| IFS Food Standard | Häufigster Audit-Standard für Brauereien im Lebensmittelhandel | Wartungshistorie pro Anlage, vollständig exportierbar für Auditoren |
| BetrSichV | Druckbehälterprüfung für Gärtanks und Lagertanks, Prüfintervalle per Gefährdungsbeurteilung | Fristenmanagement, Erinnerungen, Prüfberichte direkt an der Anlage |
| DGUV Vorschrift 3 | Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel | Wiederkehrende Prüfaufträge, Prüfnachweise digital archiviert |
| DIN ISO 22000 | Managementsystem für Lebensmittelsicherheit, ergänzt HACCP | Systematische Dokumentation als Grundlage für Zertifizierungsaudits |
Ein entscheidender Punkt, der in vielen CMMS-Einführungsprojekten unterschätzt wird: Die Dokumentation entsteht nicht durch einen zusätzlichen Schritt, sondern als automatisches Ergebnis des digitalen Arbeitsauftrags. Wenn ein Techniker einen Auftrag im osapiens HUB for Maintenance abschließt, ist die Rückmeldung mit Zeitstempel, ausführender Person und ausgefüllter Checkliste sofort in der Anlagenhistorie hinterlegt. Im Audit-Fall liefert das System auf Knopfdruck einen vollständigen Nachweis, wer welche Anlage wann gewartet und freigegeben hat.
Experten-Tipp von osapiens
In Brauereien ist die Abfülllinie der häufigste Ausgangspunkt für CMMS-Einführungen, weil Stillstandskosten dort am direktesten messbar sind. Wer die Anlagenstruktur von Anfang an konsequent nach Produktionsbereichen gliedert, statt einzelne Maschinen isoliert zu erfassen, spart bei jedem späteren Rollout erheblich Zeit. Besonders bei Formatwechseln zahlt sich eine saubere Verknüpfung von Wartungsaufträgen und Ersatzteillisten aus, weil die benötigten Formatteile dann bereits vor dem Umrüsttermin im System disponiert sind.
Florian Bartholomäus, osapiens Experte

Ersatzteilmanagement in der Brauerei
Brauereien betreiben Anlagen von Krones, KHS, GEA, Alfa Laval und Steinecker, häufig alle gleichzeitig. Das bedeutet: unterschiedliche Ersatzteilnummern, verschiedene Dichtungswerkstoffe (lebensmittelkonform nach FDA 21 CFR oder EU-Verordnung), unterschiedliche Lieferzeiten und Mindestbestellmengen. Ohne digitales Lagermanagement ist der Überblick unmöglich.
Die typischen Probleme sind bekannt: Teile werden doppelt bestellt, weil niemand weiß, was im Lager liegt. Kritische Dichtungen fehlen genau dann, wenn die Abfülllinie steht. Überbestände bei langsam drehenden Teilen binden Kapital, das anderswo fehlt. Die Ersatzteilmanagement-Software im osapiens HUB for Maintenance verknüpft jeden Wartungsauftrag mit den benötigten Materialien, zeigt den aktuellen Lagerbestand und schlägt Nachbestellungen an, bevor ein Teil ausgeht.
- Ersatzteile werden direkt an der Anlage hinterlegt, nicht in einer separaten Liste
- Mindestbestände können pro Teil definiert werden, Unterschreitungen werden gemeldet
- Lebensmittelkonforme Schmierstoffe und Dichtungswerkstoffe sind als Attribut am Teil hinterlegt
- Externe Dienstleister sehen nur die Teile und Aufträge, die für sie freigegeben sind
- Warenbewegungen lassen sich bei SAP-Integration direkt gegen den Materialstamm buchen
Besonders relevant für Brauereien: Formatteile für Abfülllinien sind oft anlage- und produktspezifisch. Wechselt eine Brauerei auf eine neue Flaschengröße oder ein neues Gebinde, müssen die entsprechenden Formatteile rechtzeitig verfügbar sein. Ein CMMS, das Wartungsplanung und Ersatzteilmanagement in einer Plattform verbindet, macht diese Planung möglich, ohne dass Instandhaltungsleiter und Produktionsplanung separate Listen abgleichen müssen.

SAP PM in der Brauerei: Bestandssystem behalten
Größere Brauereien und Braugruppen nutzen SAP als ERP-System, und SAP PM ist dort häufig das nominelle Instandhaltungssystem. Das Problem ist bekannt: SAP PM bietet umfangreiche Funktionalität, aber die Akzeptanz auf dem Shopfloor ist gering. Techniker im Sudhaus, im Gärkeller oder an der Abfülllinie arbeiten mit nassen Händen, in Kühlräumen, auf Leitern. Sie brauchen eine mobile, intuitive Oberfläche, keine SAP-Transaktion.
Das Ergebnis sind parallele Papierprozesse: SAP PM wird für die Buchhaltung und das Reporting gepflegt, die operative Instandhaltung läuft weiter auf Papier oder in Excel. Die mobile Instandhaltung mit dem osapiens HUB for Maintenance löst dieses Problem, indem er als mobiles Frontend für SAP PM fungiert. Techniker erfassen Aufträge, Zeiten und Rückmeldungen in einer intuitiven App, die Daten werden bidirektional mit SAP PM synchronisiert, ohne dass SAP PM selbst verändert werden muss.
Die SAP-zertifizierte Integration des osapiens HUB for Maintenance bedeutet konkret: Instandhaltungsmeldungen und -aufträge aus SAP PM erscheinen automatisch im osapiens HUB, Rückmeldungen fließen zurück in SAP, und Materialentnahmen werden gegen den SAP-Materialstamm gebucht. Für Braugruppen, die gerade die SAP S/4HANA-Migration planen, ist das ein natürliches Projektfenster: Die Migration von SAP ECC auf S/4HANA bietet die Chance, gleichzeitig die Instandhaltungsprozesse auf dem Shopfloor zu modernisieren, ohne zwei separate Projekte zu führen. Die Implementierung mit SAP-Integration dauert 4–12 Wochen, deutlich kürzer als klassische Enterprise-Projekte, ohne dediziertes IT-Projektteam.
CMMS-Einführung in der Brauerei: Wo anfangen?
Die häufigste Frage bei der CMMS-Einführung in einer Brauerei lautet nicht „Welche Software?“, sondern „Wo fangen wir an?“. Die Antwort ist in den meisten Fällen eindeutig: an der Abfülllinie. Als Engpass mit der höchsten Störanfälligkeit liefert ein CMMS-Pilot dort schnell sichtbare Ergebnisse, die intern Akzeptanz für den weiteren Rollout schaffen.
Eine bewährte Einführungsreihenfolge für mittelständische Brauereien:
- Anlagenstruktur definieren: Bevor die erste Wartungsaufgabe digital erfasst wird, muss die Anlagenstruktur sauber aufgebaut sein. Empfohlen wird eine Gliederung nach Produktionsbereichen: Sudhaus, Gärkeller, Filtration, Abfüllung, Versorgungstechnik. Jede Anlage erhält einen eindeutigen technischen Platz im System.
- Pilot an der Abfülllinie starten: Alle Wartungsaufträge, Checklisten und Ersatzteile für die Abfülllinie werden im osapiens HUB for Maintenance hinterlegt. Techniker nutzen die mobile App für Auftragserfassung und Rückmeldung. Ziel: innerhalb von vier Wochen alle reaktiven und präventiven Aufträge digital abwickeln.
- Techniker einbeziehen, nicht überrumpeln: Die beste Software nützt nichts, wenn das Team sie nicht nutzt. Wartungspläne für Maschinen sollten gemeinsam mit den Technikern aufgebaut werden, die die Anlagen am besten kennen. Ihre Rückmeldungen verbessern die Datenqualität von Anfang an.
- Compliance-Dokumentation aktivieren: Sobald die Abfülllinie läuft, werden die HACCP-Freigabechecklisten und BetrSichV-Prüftermine für Gärtanks und Lagertanks eingerichtet. Ab diesem Punkt ist die Audit-Readiness digital sichergestellt.
- Auf weitere Bereiche ausrollen: Gärkeller, Sudhaus, Kältetechnik und CIP-Anlagen folgen nach dem bewährten Muster. Saisonale Revisionen werden im Voraus geplant, typischerweise für die Wintermonate, wenn die Produktionslast am geringsten ist.
Für Brauereien ohne SAP-Umgebung ist der osapiens HUB for Maintenance in 1–3 Wochen als Standalone-System einsatzbereit. Die Anlagenstruktur wird im System aufgebaut, Techniker erhalten Zugänge zur mobilen App, und der erste digitale Wartungsauftrag kann innerhalb der ersten Woche erfasst werden. Für kleinere Betriebe mit wenigen Technikern steht zudem ein Freemium-Einstieg zur Verfügung, über den bereits mehr als 350 Kunden seit November 2023 den osapiens HUB for Maintenance kennenlernen.
Anlagenverfügbarkeit steigern, Audit-Nachweise automatisch erzeugen
Der osapiens HUB for Maintenance ist in 1–3 Wochen einsatzbereit, ohne IT-Projekt. Sprechen Sie mit unseren Experten darüber, wie Ihre Brauerei von digitalem Ersatzteilmanagement und lückenloser BetrSichV-Dokumentation profitiert.
FAQ: CMMS für Brauereien
Brauche ich ein CMMS oder reicht Brewery Management Software?
Brewery Management Systeme wie Ekos oder Breww decken Rezepturverwaltung, Chargenplanung und Keg-Tracking ab, haben aber keine professionelle Instandhaltungsfunktionalität. Für systematisches Arbeitsauftragsmanagement, Ersatzteilmanagement, HACCP-Dokumentation und Prüfterminfristenmanagement brauchen Brauereien ein dediziertes CMMS.
Kann ein CMMS die HACCP-Dokumentation unterstützen?
Ja. Ein CMMS erzeugt als Nebenprodukt des digitalen Arbeitsalltags die Dokumentation, die HACCP verlangt: Zeitstempel, ausführende Person, ausgefüllte Freigabecheckliste und Anlagenhistorie. Das Wartungs- und Inbetriebnahme-Validierungsprotokoll nach HACCP lässt sich als digitale Checkliste im System hinterlegen und muss vor Auftragsabschluss vollständig ausgefüllt werden.
Wie bilde ich Gärtanks als Druckbehälter im CMMS ab?
Gärtanks werden als eigenständige Anlagen mit ihren spezifischen BetrSichV-Prüfterminen im System hinterlegt. Das CMMS erinnert rechtzeitig vor Ablauf eines Prüftermins, erstellt automatisch einen Prüfauftrag und speichert den Prüfbericht direkt an der Anlage. Damit ist die Dokumentation für TÜV oder DEKRA jederzeit abrufbar.
Funktioniert das CMMS auch ohne SAP?
Ja. Der osapiens HUB for Maintenance ist als Standalone-System in 1–3 Wochen einsatzbereit und braucht kein SAP. Für Brauereien und Braugruppen mit SAP-Umgebung bietet die SAP-zertifizierte Integration eine bidirektionale Synchronisation von Aufträgen, Rückmeldungen und Materialien.
Wie lange dauert die Einführung eines CMMS in einer Brauerei?
Ohne SAP-Integration ist der osapiens HUB for Maintenance in 1–3 Wochen einsatzbereit. Mit SAP-Integration dauert die Implementierung 4–12 Wochen, ohne dediziertes IT-Projektteam. Ein bewährter Einstieg ist der Pilot an der Abfülllinie, der innerhalb von vier Wochen erste messbare Ergebnisse liefert.
Können externe Dienstleister (z. B. Kältetechnik, TÜV) im CMMS verwaltet werden?
Ja. Externe Dienstleister werden im osapiens HUB for Maintenance als externe Auftragnehmer geführt. Aufträge für Fremdleistungen werden digital dokumentiert, Prüfberichte direkt an der Anlage gespeichert. Dienstleister sehen dabei nur die Aufträge und Anlagen, die für sie freigegeben sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem CMMS und einem EAM-System?
Ein CMMS fokussiert auf die operative Instandhaltung: Arbeitsaufträge, Wartungsplanung, Ersatzteilmanagement und Dokumentation. Ein Enterprise Asset Management System umfasst zusätzlich den gesamten Lebenszyklus von Anlagen, von der Beschaffung über den Betrieb bis zur Ausmusterung, und ist typischerweise stärker in ERP-Systeme integriert. Für die meisten mittelständischen Brauereien ist ein CMMS der richtige Einstieg.
osapiens HUB for Maintenance
ENTERPRISE CAPABILITIES
- SAP ECC & S/4HANA zertifiziert
- Infor & MS Dynamics
- Microsoft Entra ID / Okta
- ISO 27001 & 9001
- EU-Cloud · Datensouveränität
- Entwicklungs-, Test- und Produktivumgebung
- Multi-Entity & Multi-Site
- Power BI Integration
- Audit Trail & Compliance